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Not your Mom? - not your milk.

Aktualisiert: 21. Feb 2019

as simple as that :)


Diese Einzelhaltung der Kälber ist bis zur achten Lebenswoche gesetzlich erlaubt.

Nummer 6787 - es tut mir leid.

Foto: Jacqueline Korber


Fakten:


Ein Kalb wird direkt nach der Geburt schnellstmöglich von seiner oder ihrer Mutter getrennt.

Je nach Geschlecht entscheidet sich der weitere Weg des Tieres. Die männlichen Kälber werden entweder zur Schlachtung gebracht oder an einen Mastbetrieb verkauft. Die zweite "Schicksalsoption"ist der Weg zum Schlachter. (Der Tiertransport wäre hier nun das nächste kritisch zu betrachtende Thema...aber dazu vielleicht ein anderes Mal)

Ist das Kälbchen weiblich, widerfährt ihr entweder das gleiche Leben wie ihrer Mutter, oder aber wenn gerade kein Bedarf an weiteren Milchkühen vorherrscht, wird sie geschlachtet.


Milch- und Fleischindustrie gehen also Hand in Hand.


Das Leben einer Milchkuh läuft folgendermaßen ab: Mit ca. 2 Jahren erfolgt die erste künstliche Befruchtung durch Hand eines Menschen, darauffolgend; schwanger sein, Geburt des Nachkommens, Wegnahme des Kalbes, 2x täglich angehängt, oder in einen Melkstand getrieben werden zum Melken, vorzeitiges Dasein als Milchmaschine. In dieser Zeit wird abermals künstlich besamt, sodass eine Schwangerschaft eintrit. Wenn die Milchleistung sinkt und die Laktationszeit sich dem Ende nähert, nähert sich auch die folgende Geburt ihres nächsten Kalbes. Circa 6-8 Wochen darf die Kuh dann pausieren (sie ist trocken gestellt) bis irh zum zweiten Mal die Milch durch den Geburtsvorgang einschießt.

Und genau SO sieht dann das LEBEN?! einer Milchkuh aus.

Dieser Zyklus wiederholt sich bis zur Schlachtbank.



Die Kälber leben nachdem sie ihrer Mutter weggenommen wurden entweder in einem Stall in kleinen Boxen oder in einem Kälberiglu (siehe Bild oben) außerhalb des Stalls.

Ich nenne es Isolation!



Beim Melken gelangen oft nicht nur Schmutz, sondern auch Blut und Eiter in die Milchkanne/-leitung. Milchkühe leiden oft an einer Mastitis. Dies ist ist eine infektiöse, traumatisch oder toxisch bedingte Entzündungsreaktion des Euters, die vor allem durch Bakterien ausgelöst wird.


Es gibt Gesetze, die regulieren wieviel Eiter und Blut in der Milch vorkommen dürfen…ich frag mich, warum überhaupt etwas konsumiert werden soll, indem Eiter oder Blut vorhanden ist ?

Wer isst oder trinkt denn dann Milchprodukte noch freiwillig ?- wissentlich wohl eher hoffentlich keiner mehr.


Und dann ist die Milch die in so einer PAckung dann drinnen ist, ja nicht die von einer einzigen Kuh sondern ein MischMasch aus weiß ich wievielen Zitzen.


Natürlich kann ich mich noch gut an die Zeit erinnern, als die stinkigsten Bergkäse einfach nicht wegzudenken waren von einer perfekten und köstlichen Jause...im zwischendurch Semmerl mit Mayo....oder das Butterbrot mit frischem Schnittlauch....das Joghurt, die schokoladigen Süßigkeiten und vieles, viiieles Leckeres mehr.

Jedoch frage ich michheute ab und an, warum ich nicht schon früher (obwohl ich mich seit klein auf als Tierfreundin bezeichne) darüber nachgedacht habe, welch empfindsame und sanftmütige Tiere Kühe sind und was sie wegen meinem kurzen Genusserlebnis erleben und durchmachen müssen.



Man würde ja auch nicht auf die Idee kommen eine Frau, also menschliche Mutter, nach ihrer Milch für den eigenen Kaffee zu fragen, oder ?


Wie wir Frauen sind auch die Kühe neun Monate lang schwanger und haben einen ähnlichen drei- bis fünfwöchigen Zyklus (Brunstzyklus), der dem Menstruationszyklus entspricht.



Fazit: Milch ist was für Babys.


Lesetipp:


- PEACE FOOD, Rüdiger Dahlke



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